Vitamin D

Vitamin D Nahrungsmittel

Vitamin D (Calciferol) ist ein fettlösliches Vitamin, das vom Körper selbst gebildet werden kann. Vitamin D3 (Cholecalciferol) wird in der Haut unter Sonneneinstrahlung aus dem Provitamin D3 gebildet. In geringerem Maße wird Vitamin D3 mit der Nahrung aufgenommen und ist zum Beispiel in vielen Lebensmitteln enthalten (siehe Tabelle).

Vitamin D2 (Ergocalciferol) wird durch pflanzliche Lebensmittel aufgenommen.

Die Ernährung spielt in der Regel für die Vitamin-D-Zufuhr nur eine geringe Rolle. Bei regelmäßigem Aufenthalt im Freien (es reichen 15 Minuten täglich mit Sonneneinstrahlung auf Hände und Gesicht) werden stammen schätzungsweise 80 – 90 % des Vitamin D im Körper in der Haut gebildet, etwa 10 bis 20 % des Vitamin D werden mit der Nahrung aufgenommen.

Je weniger wir in die Sonne gehen, desto bedeutsamer wird die Zufuhr durch die Nahrung!

Sonne reicht oft bei uns nicht aus

Im Frühling, Herbst und Winter reicht die Sonneneinstrahlung selbst im Freien oft nicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden.

Zusätzlich schaffen es die meisten Menschen gar nicht, regelmäßig vor die Türe zu kommen, da sie sich nach dem Aufstehen bis zum Abend in Gebäuden oder Fahrzeigen aufhalten.

In Großteilen unserer Bevölkerung besteht deshalb eine erhebliche Unterversorgung mit Vitamin D!

Haben Sie Vitamin-D-Mangel?

Vitamin D [ng/ml]

<10schwerer Mangel
11-20Mangel
21-30unzureichend
31-40ausreichend
41-60ideal
61-100Obergrenze
>150Überdosierung

Ältere Menschen (über 65) sind besonders gefährdet, weil die Vitamin-D-Produktion der haut abnimmt. Und: Ältere Menschen halten sich oft weniger im Freien auf als jüngere.

Auch Übergewicht ist ein Risiko für einen Vitamin-D-Mangel, da Vitamin D in geringerem Maße als bei Normalgewichtigen in den Kreislauf abgegeben wird.

Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D fördert auch einen Magnesiummangel. Deshalb sollte auch der Magnesiumspiegel kontrolliert und eventuell ausgeglichen werden.

Vorbeugung

  • In der Vorbeugung der Knochengesundheit wird eine tägliche Aufnahme von mindestens 600 IE Vitamin D (19 – 70 Jahre) und bei Senioren > 70 Jahre eine Zufuhr von mindestens 800 IE empfohlen.
  • Um die Spiegel konstant > 30 ng/ml zu heben, können bei Erwachsenen von 1.500 – 2.000 IE erforderlich sein.
  • Schwangere und stillende Frauen brauchen täglich mindestens 600 IE Vitamin D und zum Anheben der 25(OH)D-Serumspiegel > 30 ng/ml 1.500 – 2.000 IE täglich.
  • Bei übergewichtigen Erwachsenen sowie Patienten unter Medikamenten, die den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinträchtigen, sind mindestens zwei- bis dreifach höhere Dosierungen erforderlich als für die Altersgruppen üblich.

Therapie

Bei Personen mit nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel werden befristet höhere Dosierungen empfohlen:

  • Alle Erwachsenen mit Vitamin-D-Mangel sollten über acht Wochen 6.000 IE täglich oder 50.000 IE einmal pro Woche erhalten, gefolgt von 1.500 – 2.000 IE täglich.
  • Bei übergewichtigen Personen, Patienten mit Aufnahmestörungen oder unter Medikamenten mit ungünstigem Einfluss auf den Vitamin-D-Spiegel werden anfänglich Tagesdosen von mindestens 6.000 – 10.000 IE Vitamin D empfohlen, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit 3.000 – 6.000 IE täglich.

Deshalb: Gehen Sie ausreichend oft ins Freie, lassen Sie den Vitamin-D-Spiegel bestimmen und führen Sie das fehlende Vitamin regelmäßig zu.

Für die Vitamin-D-Bestimmung investieren Sie nur 21,45€.

Quelle: https://www.allgemeinarzt-online.de/archiv/a/weit-verbreitet-gut-zu-behandeln-1765650