Hashimoto und Schwangerschaft

Schilddrüsenunterfunktonen sind bei jungen Frauen relativ häufig. Deshalb sollte vor einer geplanten Schwangerschaft die Schilddrüse untersucht werden. Wir gehen davon aus, dass 2-4% dieser Frauen eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) aufweisen, häufig durch eine Autoimmunthyreoiditis bedingt.

In einer dänischen Untersuchung mit 11.254 teilnehmenden Frauen zeigte sich z. B. bei erhöhtem TSH-Wert und positiven TPO-Antikörpern eine
deutlich geringere Rate an Schwangerschaften und geborenen Kindern.

Einiges weist darauf hin, dass das Immunsystem selbst hier eine zusätzliche Rolle spielen könnte, erklärte PD Dr. Quadbeck. In mehreren Studien wurde gezeigt, dass Frauen mit erhöhten TPO-Antikörpern ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko aufweisen – auch unabhängig von den TSH-Werten.

Deshalb sollte bei ausbleibender Schwangerschaft und bei Fehlgeburt auch an die Schilddrüse als Ursache gedacht werden.

Quelle: Schilddrüsenreport THY 01/2018

Poppe K et al; Thyroid autoimmunity and hypothyroidism before and during pregnancy; Hum Reprod Update (2003); 9 (2): 149 – 61

Beyer DA et al., Schilddrüse und unerfüllter Kinderwunsch, Gynäkologische Endokrinologie 2009, 7:231–233, DOI 10.1007/ s10304-009-0308-7,  Online publiziert: 2. Oktober 2009

Anne-Dorthe Feldthusen et al; Impaired Fertility Associated with Subclinical Hypothyroidism and Thyroid Autoimmunity: The Danish General  Suburban Population Study; J Pregnancy. (2015); 2015: 132718

2019-01-05T15:57:12+00:00Januar 2019|Hashimoto, Schwangerschaft|