Willkommen in der psychotherapeutischen Praxis

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie bezeichnet die Behandlung von seelisch und/oder körperlich kranken Menschen durch Gespräche und übende Verfahren.

Etwa 40% aller Menschen in unserem Kulturkreis erkranken im Laufe ihres Lebens an einer psychischen Erkrankung. Diese führt in der Regel zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. Aus vielerlei Gründen dauert es oft mehrere Jahre bis sie sich in Therapie und damit Heilung begeben.

Die genauen Ursachen von seelischen Erkrankungen sind nur zum Teil bekannt. Sie sind teilweise genetisch oder durch Hormonstörungen im Gehirn bedingt, aber auch ungünstige Erziehungsbedingungen oder einschneidende Lebensereignisse spielen bei der Entstehung eine Rolle.

Wie wird therapiert?

Das Gespräch

Das psychotherapeutische Vorgehen hat als oberstes Ziel, die Beschwerden der Klienten zu heilen oder zu lindern und das Verständnis für das eigene Verhalten und Denken und die Wertschätzung für sich selbst zu erhöhen.
Die eigenen Fähigkeiten, Lösungen für Probleme und Konflikte zu finden und so das eigene Leiden zu vermindern, werden gefördert.
Bei der Psychotherapie, die ich Ihnen anbiete, handelt es sich um tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (international: psychodynamische Therapie) und systemische Therapie. Die Behandlung findet im Sitzen in Form von Gesprächen statt. Ich behandle alle seelischen Störungen, aber keine Psychosen und keine Suchtprobleme.

Medikation

Manchmal ist es notwendig, zusätzlich zur Psychotherapie, Medikamente zur schnelleren Heilung oder Beschwerdelinderung einzusetzen. Ich wähle diese gemeinsam mit Ihnen sorgfältig unter einer guten Nutzen-Risiko-Abwägung aus. Dabei bin ich bemüht, die medikamentöse Therapie nur so lange wie notwendig einzusetzen. Wenn Sie schon Medikamente einnehmen, teilen Sie mir  dies bitte zu Behandlungsbeginn mit und setzen Sie diese bitte nur mit Rücksprache ab.

Mitarbeit

Klientinnen und Klienten können nur Verbesserungen Ihres Leidens erfahren, wenn sie innerhalb und außerhalb der Therapiestunden mitarbeiten, z.B. in Form von Aufzeichnungen, eigenen Überlegungen und Aktivitäten. Dazu ist es notwendig, dass sie sich außerhalb der Therapiestunden Zeit für sich einräumen.

Auf Ihrem Therapieweg kann es notwendig werden, auch konflikthaltiges und schmerzliches Erleben zum Thema zu machen, so dass sich in Phasen der Behandlung Ihr Befinden auch zeitweise verschlechtern kann. Dies ist dann ein oft notwendiger Schritt zur Heilung.

Unmittelbar nach der Therapiesitzung ist es wichtig, sich erst einmal Zeit zu nehmen, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. In solchen Situationen ist es sinnvoll, das Führen eines Fahrzeuges im Straßenverkehr aufzuschieben, bis die nötige Konzentrationsfähigkeit wiederhergestellt ist.

Wie läuft eine Therapie ab?

Es ist meine Aufgabe als Therapeut, in den ersten Sitzungen festzustellen, ob eine seelische Störung vorliegt, die durch eine Psychotherapie geheilt oder gebessert werden kann. Dafür brauche ich Ihre Mithilfe. Je nach Vorgehen in der Therapie bitte ich Sie, einen Fragebogen auszufüllen oder in freier Form nach einem Fragenkatalog Ihre Entwicklung und Ihre Lebensumstände zu schildern. In den ersten fünf Sitzungen - genannt probatorische Sitzungen - können sich Psychotherapeut und Patient gegenseitig kennenlernen und prüfen, ob sich ein, für die Psychotherapie erforderliches, Vertrauensverhältnis aufbauen lässt. Bis zu diesem Zeitpunkt kann der Patient die Therapie bei Bedenken beenden und einen anderen Psychotherapeuten seiner Wahl aufsuchen.

Dauer einer Psychotherapie

Bei vielen Problemen reichen oft nur wenige Beratungssitzungen aus. Wenn eine längerdauernde Therapie notwendig wird, kann dies in Form einer Kurzzeittherapie mit fünf probatorischen und 25 psychotherapeutischen Sitzungen, d.h. mit insgesamt 30 Sitzungen stattfinden. Wenn absehbar ist, dass eine Kurzzeittherapie zur Besserung oder Heilung nicht ausreicht, kann eine Langzeittherapie von 50 Sitzungen beantragt werden oder die Kurzzeittherapie auch um 25 Sitzungen verlängert werden.

Dauer einer Therapiestunde und Behandlungsabstände

Die Psychotherapiesitzungen der Einzeltherapie dauern in der Regel 50 Minuten (einschließlich Vor- und Nachbereitung) und finden zu gemeinsam vereinbarten Terminen statt. In der Regel vereinbaren wir die Sitzungen an einem festen Wochentag zu einer festen Uhrzeit.

Zu Beginn der Therapie ist es sinnvoll, einen oder sogar zwei Termine pro Woche wahrzunehmen. Bei einer fortgeschrittenen Behandlung kann dann in einem zweiwöchigen Rhythmus, zum Ende der Behandlung Termine im Abstand von 3 oder 4 Wochen angezeigt sein. Ausnahmen bilden hiervon „Doppelstunden“ mit 100 Minuten und „Halbe Stunden“ mit 25 Minuten).

Notfälle

Sollten Sie außerhalb der Therapiestunde dringend psychotherapeutische Hilfe benötigen, können Sie mich telefonisch oder per e-mail erreichen. Sollte ich nicht kurzfristig mit Ihnen Kontakt aufnehmen können, wird Ihnen in der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses in Langenfeld geholfen. (Siehe Krankenhausadressen).
Sollte ich wegen Fortbildung oder Urlaub nicht persönlich in der Praxis sein, werde ich Ihnen für den Notfall einen Vertreter benennen.


weitere wichtige Informationen finden Sie unter der Rubrik "Rahmenbedingungen".

Falls Sie noch Fragen haben, beantworte ich Ihnen diese gerne. Schreiben Sie doch einfach eine e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Literatur:
Noch mehr Informationen zu Psychotherapie:
Dohrenbusch/Krane: Chance Psychotherapie: Angebote sinnvoll nutzen, Verbraucherzentrale